Schon wieder Günther

Ja, er plagt mich immer noch (siehe auch Montag). So ein Schweinehund. Aber wirklich! Nachdem es gestern geregnet hat (also nichts Fahrradfahren – und nach dem Joggen gönne ich mir normalerweise einen Tag Pause) und ich dann noch dem feinen Brownie-Eis von Ben & Jerry’s verfiel, folgte heute schon wieder ein Tag, wo ich mit dem Auto zur Arbeit fuhr. Warum? Es ist doch eigentlich schönes Wetter… Ja, ist es. Und ich wäre auch mit dem Fahrrad gefahren. Wirklich. Allerdings wurde heute unsere Tiefgarage gereinigt, und wir mussten unsere Autos rausstellen (nur gibt es draussen keine Parkplätze). Deswegen: Mit dem Auto zur Arbeit, Auto steht auf Firmenparkplatz, und gut ist.

D.h. pünktlich mit Feierabend war meine Sportbilanz für diese Woche immer noch bei einer mickrigen Stunde. Und anstatt mich deswegen topmotiviert aufzuraffen, und gleich loszugehen, lege ich mich mal auf¨s Sofa – „Eigentlich könnte ich ja auch morgen joggen gehen. Wenn ich um 16 Uhr Feierabend mache, dann geht sich das locker aus, mit Joggen, Koffer packen und Geschenk für meine Taufpatin einkaufen.“. Naja, kleiner Haken: Dass ich um 16 Uhr gehen kann, ist nicht immer der Fall. Wollte ich heute ja auch, es wurde dann 17 Uhr… Und dann folgt gleich der zweite Haken. Ich kenne mich ja gut genug. Morgen würde ich mir dann denken: „Ach, jetzt war ich schon Geschenk kaufen, und ich muss noch packen. Da ist Joggen nun wirklich zu viel Stress.“ 

Also habe ich mich dann wieder aufgerafft, gegen den Günther angekämpft, und los ging es. Wieder Intervall-Training. D.h. Einlaufen, dann 9×2 Minuten schnell, dazwischen 1 Minute langsam, dann Auslaufen. Und bei jedem Intervall wurde der Günther stärker und stärker. Und ich musste jedesmal mehr und mehr kämpfen, um ihn noch zu besiegen. Es war ja auch so, dass ich in der Pause dazwischen ab dem vierten oder fünften Intervall auch meinen Puls nicht mehr so weit runtergekriegt habe, wie ich wollte (und nein, langsamer joggen ging nicht mehr, als ich es getan habe). Dann musste ich mich bei einem jeweils bereits hohen Puls wieder aufraffen, nochmals 2 Minuten Vollgas zu geben.

Aber: Ich habe es geschafft! Ach bin ich stolz auf mich. Mit dem Training von heute wäre ich dann insgesamt bei 1 Stunde und 55 Minuten Sport. Also völlig on Track für mein Wochenziel.

Folgt nun aber gleich das nächste ABER: Am Freitag fahre ich direkt nach der Arbeit in den Kurzurlaub. Und ich kenne mich: Sobald ich weg bin von zu Hause, wird der Günther stärker. Den könnte ich nur schwächen, wenn ich zu meinen Eltern fahren würde (da ist nämlich meine geliebte alte Jogging-Strecke). Aber am Freitag fahre ich nach Norditalien ins Ferienhaus meiner Tante. Da war ich noch nie. Da kenne ich keine Jogging-Strecke. Und da wird der Günther dann so richtig stark sein. Aber ich werde mein Bestes geben.

Werde euch dann bezüglich meinem Wochenziel auch erst wieder am nächsten Dienstag informieren. Im Ferienhaus gibt es nämlich kein Internet. Bin also für ein langes Wochenende offline. 

Reisetagebuch wird aber geführt, und danach über Norditalien informiert 🙂

Ich gegen Günther

meinen inneren Schweinehund. Ja genau. Heute war der erste Tag, wo ich mich überwinden musste, etwas zu tun.

Begonnen hat es schon mal damit, dass ich noch Cupcakes übrig hatte. Viele. Und deswegen beschloss, die mit ins Büro zu nehmen. Die lieben Kollegen freuen sich darüber immer. Nur hätte ich bei einem Transport auf dem Fahrrad die Dinger völlig zerstört. Also bin ich ganz faul mit dem Auto zur Arbeit.

Weiter ging es dann damit, dass ich seit heute früh irgendwie wieder Probleme mit meinem Magen zu haben scheine. Den ganzen Tag stosst es mir so sauer auf. Eklig. Und da soll man dann Sport machen gehen?

Dann hielt ich mir aber vor Augen, wie viele Cupcakes ich gegessen habe, und konnte mich mit Mühe und Not aufraffen. Allerdings hätte ich liebend gerne nach 15 Minuten bereits aufgegeben und mich umgedreht. Das war jetzt aber eher der Kopf. Körperlich ging es mir nämlich gut. Vom sauren Aufstossen habe ich kaum noch was bemerkt (ok, so alle 5 Minuten mal…), der Puls und das Tempo waren auch wie immer. Also kein Grund, irgendwie früher aufzuhören. 

Ich hielt dann durch, und dachte mir die ganze Zeit: „zu Hause reicht dann aber etwas Stretching vollkommen aus.“ Aber. Ich kann stolz verkünden: Ich habe den Günther noch ein zweites Mal besiegt. Und nach meinen üblichen 50 Minuten Laufen tatsächlich nochmals 10 Minuten Krafttraining eingelegt. Bin ja so stolz auf mich. Und musste auch sein, ich befürchte nämlich, dass es morgen regnen wird, und deswegen das Fahrrad wieder stehen bleibt.

Fazit von Heute: Insgesamt 1 Stunde und 5 Minuten. Also doch schon ein Drittel geschafft.

Trotzdem wird diese Woche schwierig. Wetter schlecht. Und am Wochenende bin ich auf Kurzurlaub in Italien. Werde aber auf jeden Fall meine Laufschuhe einpacken. Nur ist der Günther in Italien garantiert stärker als zu Hause. Ich wappne mich also für einen schwierigen Kampf.