WPC – Achievment

This weeks photo challenge is about achievement.

This week, show us a photo that says “achievement” to you: people meeting a long-worked-for goal. Something tangible you’ve created. A view from a journey you’ve completed, or the stating point of a journey not yet made or a project you hope to finish. We look forward to being inspired!

In june I did the Inka-Trail. And since I am not a very sporty person, having done this is a big achievement for me. Therefore, I decided to show you some pictures from me on the trail.

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Machu Picchu

Mein letzter Reisebericht war ja über den Inka-Trail. Und wie der aufmerksame Leser sicherlich mitgekriegt hat, ist das Ziel des Trails Machu Picchu. Und darüber möchte ich heute berichten.

Bereits auf dem Trail konnten wir am letzten Tag noch einen Blick auf Machu Picchu erhaschen. Dies war vom Sun Gate aus, wo man die ganze Anlage wunderbar überblicken kann. Auch Tagestouristen können hier hochwandern, allerdings wird es wohl ziemlich anstrengend sein. Jedenfalls gab es da oben nicht allzu viele Leute, weswegen wir da ca. 1 Stunde Pause machten, warteten, bis sich der Nebel komplett verzog, und einfach die Ruhe genossen. Die Ruhe vor dem Sturm. Nur war mir das damals leider nicht bewusst. Sonst hätte ich es noch mehr genossen…

Anschliessend ans Sun Gate gab es einen einstündigen Abstieg zu Machu Picchu. Theoretisch das Highlight der Reise, für mich aber leider nicht 😦 Versteht mich jetzt nicht falsch. Machu Picchu ist absolut sehenswert! Und die ganze Anlage war absolut eindrücklich. Mein Problem waren viel eher die anderen Touristen. Nun ist man 4 Tage lang am Wandern, hat seine Ruhe, kann auch mal einen Teil des Trails ganz alleine gehen, ohne irgendwelche andere Menschen zu sehen. Und dann kommt man in Machu Picchu an, wo sich täglich 2000 Touristen tummeln. Für mich war das zuerst mal ein Riesenschock. Und dann gleich zu Beginn der erste Ärger: Wir stellen uns brav an, um das berühmte Foto zu machen. Und dann drängelt sich doch eine spanische Touristengruppe einfach vor. Zum Glück haben unsere Guides deren ihr Guide gleich zurechtgewiesen und nach hinten verbannt. Boah, aber da war bei mir echt schon fast alles vorbei. Nix wie raus, war mein einziger Gedanke.

Der Wunsch wurde uns auch erfüllt. Zuerst ging es nochmals raus, weil die Klos nur draussen sind. Wir haben draussen eine wunderbare Pause gemacht, das erste Mal nach vier Tagen wieder ein richtiges Klo genossen, und ein völlig überteuertes Bier getrunken. Ja, vormittags. Aber das musste sein. Und so gut hat noch nie ein Bier geschmeckt.

Dabei haben wir auch festgestellt, dass wir alle diesen „Ui, andere Menschen“-Schock gekriegt haben. Immerhin ging es also nicht nur mir so.

Etwas erholt, ging es dann wieder rein, zwecks Besichtigung. Und so im erholten Zustand waren auch die Menschenmassen etwas erträglicher. So viele waren es ja gar nicht. Als normaler Tourist hätte ich es ja eigentlich als angenehm empfunden. Aber naja… Wenn man sich ans alleine sein gewöhnt hat.

Die Anlage selbst lässt sich gar nicht in Worte fassen. Ich jedenfalls fand es super interessant. Eine Besichtigung von Machu Picchu gehört zu einer Peru-Reise einfach dazu. Ich hatte ja auch die Befürchtung, dass es mich nach Mexiko langweilen könnte. Aber nichts da: Die Inkas haben ganz anders gebaut, als die Azteken und Mayas. Und vor allem war es viel grösser. Aber seht selbst. Ich glaube, Bilder zeigen die Schönheit von Machu Picchu besser auf, als irgendwelche Worte.

Inka-Trail

Der Inka-Trail. Für mich das Highlight meiner Peru-Reise. Und auch der Grund, warum ich bereits über ein halbes Jahr im Voraus die Reise geplant und gebucht habe. Auf dem Inka-Trail dürfen täglich nur 500 Leute losmarschieren, wovon ca. 300 Porter und Guides sind, bleiben also nur 200 Plätze für die Touristen übrig. D.h. man muss wirklich rechtzeitig planen.

Der Inka-Trail wurde dann auch tatsächlich zum Höhepunkt der Reise. Unsere Guides waren topmotiviert und konnten auch mit fundiertem Wissen über die ganzen Ruinen unterwegs glänzen. Ebenfalls sahen sie die kleinsten Orchideen am Wegesrand und wiesen uns darauf hin. Sie waren extrem bemüht darum, dass jeder von uns ein tolles Erlebnis hatte.

Die Porter waren auch extrem freundlich und zuvorkommend. Bei erreichen des Campingplatzes wurden wir jedesmal mit Applaus empfangen. Allerdings hat mich da einiges erschreckt. Nicht bei unseren, sondern bei anderen. Die waren teilweise leider wirklich in absolut miserabler Ausrüstung unterwegs. Wir haben dann unsere Guides darauf angesprochen. Einige der Porter hätten nicht mal einen Schlafsack (und das bei Minusgraden nachts). Für mein Gewissen aber, hatte ich zum Glück bei einer Gesellschaft gebucht, welche die Porter komplett mit Kleidung ausstattet, und auch jedem von ihnen einen Schlafsack zur Verfügung stellt. So ausgestattet waren die unsrigen dann auch leicht erkennbar 😉 Trugen ja alle das gleiche Outfit.

Die Campingplätze waren dafür so naja… Also, die Zelte etc. waren natürlich spitze. Aber die öffentlichen Klos dort… Ich sage dazu nur: Der Busch war besser.

Die Temperaturen waren auch überraschend angenehm. Ich habe ja extra im Juni gebucht, weil Trockenzeit, dafür aber Winter. Ich dachte mir allerdings, lieber 0 Grad und trocken, als 6 Grad und nass. Tagsüber hatten wir aber bis zu 25 Grad bei Sonnenschein. Nachts wurde es durchaus kalt. Allerdings waren die gemieteten Schlafsäcke wirklich sehr warm und in Kombination mit Thermo-Unterwäsche habe ich nie gefroren.

Der Weg selber: Hierzu möchte ich nicht allzu viel sagen. Schaut euch einfach die Bilder an. Es lässt sich auch sehr schwierig beschreiben, was man unterwegs so fühlt und erlebt. Für mich war es jedenfalls so, dass ich wieder etwas besser zu mir gefunden habe, und ruhiger wurde. Und mich komplett von meinem „Fast-Burn-Out“ vor dem Urlaub erholt habe.

Vielleicht fragt sich jetzt der eine oder andere noch: Wie fit muss man sein? Ich kann euch beruhigen. Nicht allzu sehr. Allerdings sollte man auf keinen Fall untrainiert an die Sache ran. Wir hatten leider eine ältere Frau mit dabei, die in ihrem ganzen Leben noch nie wandern war. Und auch sonst keinen Sport gemacht hatte. Zu unserem Glück hatten wir aber 3 Guides, einer ging dann mit ihr, und die anderen beiden mit uns, damit wir nicht zu lange warten mussten. Ich war als Vorbereitung auf den Trail regelmässig joggen (habe hier aber keine Höchstleistungen vollbracht – halbe Stunde und gemütlich) und bin zur Arbeit geradelt. Für mich hat das ausgereicht. Allerdings bin ich mir von der Schweiz und dem Wandern dort die Höhen schon etwas gewohnt. Die anderen hatten mehr Mühe mit der Höhe.