Wieder mal ein Wochenrückblick / Again a retrospection about the last week

So, wieder mal ist Sonntag, und deswegen ist es an der Zeit für meinen Wochenrückblick bezüglich meines 12-Monats-Plan. Vor allem, nachdem dieser ja letzte Woche meinem Besuch zum Opfer viel. Aber wer mich regelmässig liest, weiss inzwischen dass bei mir die Freunde und die Familie immer an erster Stelle kommen.

Juli – Mindestens 3h Sport pro Woche
August – Nie mehr als 10h arbeiten
September – Neue Leute in mein Leben lassen
Diese drei Ziele fielen komplett meiner Arbeit zum Opfer. Die Geschäftsleitung hat für alle Beteiligten in unserem Projekt Überstunden mehr oder weniger angeordnet, und nun sitze ich brav jeden Tag so ca. 10.5h im Büro. Ausser Freitag, da darf ich noch etwas früher gehen. Dafür sitze ich dann allerdings am Samstag nochmals drin. Und sorry, nach 10.5h arbeiten bin ich einfach für alles zu kaputt. Da schaffe ich es höchstens noch aufs Sofa, schreibe meine Mails, lese ein wenig andere Blogs und das war es auch schon. Es gab also kaum Sport diese Woche (einige Strecken mit dem Fahrrad, ansonsten nix), am August-Ziel bin ich komplett vorbei und Zeit für neue Leute ist schon mal gar nicht, weil ich froh bin, wenn ich Zeit für die Leute finde, die schon da sind.

Nichts desto trotz habe ich einiges unternommen, damit es vielleicht doch noch besser wird. Habe mich am Samstag für den Zumba-Kurs bei uns in der Firma angemeldet. Die Bewilligung bei der Personalabteilung ist noch offen (da hat am Samstag irgendwie keiner gearbeitet…). Dieser ist jeweils Dienstag und am nächsten glänze ich dann schon mal mit Abwesenheit. Aber was soll es. Es ist trotzdem ein Anfang gemacht.

Oktober – Nicht jammern, sich ärgern, sich beschweren
Klappt momentan gar nicht. Über so viel Arbeit jammere ich einfach. Und es ist ja noch nicht Oktober. Umgesetzt wird das dann im Oktober…

Dezember – Mich mehr um meine Familie kümmern
Da habe ich den ersten Schritt schon mal erledigt: Ticket für den Flug über Weihnachten ist gebucht.


Sunday, and again one week is over. Therefore it is about time for the retrospection about the last week concerning my 12 months plan.

July – at least 3 hours sports per week.
August – Never work more then 10 hours per day.
September – Let new people in my life
All these goals completely had to be scarified to my work. Our CEO (yes, really, our CEO himself, not somebody else further up in the hierarchy, really our CEO) decided that everybody somehow related to our current project has to do overtime to achieve the „new“ project goals till the end of month. This means: more then 10 hours per day, and also on saturday. So, for my august goal this means a complete fail. And after working so much am just too tired to do any sports or do anything to meet new people at all. I mean, I’m happy if I manage it to find some free time for my friends and my family. So, I completely forget about everything else. At least I managed two times to take my bike instead of taking my car. At least some sports…

But, I try to change it. On saturday I subscribed for the Zumba Lessons in our company. I hope I can go to these lessons. Somebody from the HR still has to say ok to it. And guess what, on saturday nobody from the HR has been in the office to do so 😉 Maybe I will meet some new people there. And if not: it means more then an hour sports per week 😉

October – Do not complain
At the moment, this is also a complete failure. About this amount of work I cannot do anything else then complaining. Sorry for that.

December – More family time.
First step done. The flight for my visit on Christmas is booked. So I will be home at Christmas.

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Weniger als 10 Stunden arbeiten ist wirklich schwer

Kennt ihr das: So Tage, an denen ihr einen Arbeitskollegen einfach nur auf den Mond schiessen wollt? Dienstag war so ein Tag. Und ich will jetzt gar nicht genauer darauf eingehen, warum. Man weiss ja nie, wer so mitliest. Aber ich bin jetzt noch wütend. Weil bei dem einen ist das auch nicht das erste Mal. Und es dauert immer länger, bis diese Wut wieder verschwindet.

Aus genau diesem Grunde habe ich am Dienstag auch schon zum ersten Mal meinen Vorsatz für August gebrochen. Und tatsächlich länger als 10 Stunden gearbeitet. Gut, es waren nur 5 Minuten. Aber es waren trotzdem mehr als 10 Stunden. War dann am Abend auch wieder entsprechend am Ende, und nicht mal mehr Joggen oder so irgendwas. Verfalle also langsam wieder in mein altes Muster.

Dafür hat es gestern und heute mit dem rechtzeitig Feierabend machen geklappt. Und Joggen wurde auch gleich gestern nachgeholt.

Bin aber trotzdem froh, wenn diese Woche um ist, und einer der beiden anderen Lead-Developer wieder zurück ist. Alleine im Büro ist es halt doch fad. Immerhin erhalte ich viel „Besuch“ von den anderen, weil ich ja alle vertrete. Aber auf Dauer ist das nichts.

August-Vorsatz: Schon tu‘ ich mir schwer.

Und dabei bin ich doch heute extra um kurz nach 4 raus. Und trotzdem waren es insgesamt 9.5h. Zum einen, bin ich halt Frühaufsteherin, zum anderen habe ich heute die Mittagspause weggelassen. Ja, ich weiss, das sollte man nicht tun. Aber ganz ehrlich: Was würdet ihr tun, wenn ihr die Wahl habt zwischen ins Werksrestaurant gehen mit dem einzigen Kollegen*, der noch da ist, und das ist genau derjenige, den ihr nicht ausstehen könnt, oder eben einem gesunden Salat vor dem PC? Ich habe mich jedenfalls für den Salat entschieden. In der Hoffnung, dass ich später jemand anderen treffe, mit dem ich ausgiebig Kaffeepause machen kann, damit diese halbe Stunde Pause doch gemacht wird. Naja, war dann halt Fehlanzeige. Aber trotzdem gibt es morgen wieder Salat. Vielleicht schlafe ich einfach etwas länger. Mal schauen.

* Kommt übrigens noch erschwerend hinzu, dass besagter Kollege kein Deutsch redet, und sein bevorzugtes Thema die Arbeit ist. Und da ich die Lead Entwickler bin, stellt er mir dann irgendwelche Fragen zu seiner Arbeit, die ich beantworten sollte. Also überhaupt keine Pause, da ist vor dem PC essen tatsächlich erholsamer.

Dafür bin ich mit meinen anderen Zielen schön fleissig:

Juli – Mindestens 3h Sport pro Woche
Bin heute brav zur Arbeit geradelt und anschliessend gab es dann noch ein kleines Workout. Insgesamt 1 Stunde und 5 Minuten. Und ich kann es nicht oft genug erwähnen: Von der Arbeit nach Hause radeln ist ja sooooo entspannend.

September – Neue Leute in mein Leben lassen
Es gibt da einen kleinen Flirt… Ach, und zählt mein Neffe eigentlich auch? Der ist ja sowas von neu. Gerade mal 10 Tage alt 😉

Oktober – Nicht jammern, sich ärgern, sich beschweren
Anstatt mich über meinen lieben Kollegen zu ärgern, habe ich die Situation einfach umgekehrt. Ich bringe mir meinen Salat mit, und schlage somit zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich muss ihn mittags nicht ertragen, und eine kleine Diät mache ich auch noch gleich.

November – Der vegetarische Monat
Ja, mein Salat ist tatsächlich vegetarisch.

Dezember – Mich mehr um meine Familie kümmern
Aus aktuellem Anlass – Geburt meines Neffens – tu‘ ich auch das gerade.

Januar – Kein Alkohol
Tjo… Ähm…. Diese Woche bisher schon. Allerdings habe ich am 1. August noch auf den Schweizer Nationalfeiertag mit Bier angestossen. Gehört sich einfach.

Februar – 20 Sit-Ups täglich
Sit-Ups waren tatsächlich in meinem Workout heute mit drin. Und sogar mehr als 20.

März – Kein Süsses
Jedes Ziel kann man nun mal nicht gleichzeitig erfüllen. Deswegen gibt es ja auch den Plan.

April – Street Photography
Dito. Wobei, am Samstag gehe ich mit Freunden ans La Strada in Graz. Mit Kamera. Da gibt es sicher Street-Fotos. Und letzten Sonntag in Verona war der Wille da. Die Motive allerdings schwach.

Mai – Selbstgekochtes schmeckt am besten
Jawohl. Salat heute. Salat morgen (da ist Quinoa mit drin, d.h. den muss man kochen, dann die restlichen Zutaten schnipseln und sich noch ein Dressing mischen – durchaus kochen). Dann den Zwiebelkuchen vom Wochenende. Cupcakes… Ich bin also ganz fleissig.

Juni – Was neues ausprobieren
Wie schon mal gesagt: Alles auf einmal geht nicht.

Ich bin in Summe jedenfalls der Meinung, dass ich auf einem guten Weg bin. Jedenfalls lebe ich viel bewusster. Aktuell vor allem meinem Körper gegenüber bewusster, d.h. er kriegt frische und abwechslungsreiche Nahrung und wird bewegt. Und durchs Bloggen schaffe ich es auch, meinen Günther zu überwinden, wenn ich es normalerweise nicht geschafft hätte. Man traut dann halt doch nicht so öffentlich zuzugeben, dass man einfach zu faul war 😉