Tierfotographie – oder wie man sich ganz schnell wieder wie ein Anfänger fühlt

Gemeinsam mit dem Fotoklub hatten wir das Vergnügen, Pferde zu fotografieren. Bei dem einen Pferd ging es darum, hübsche Porträts von Pferd und Reiter zu kriegen. Und bei dem anderen, wie auch dem Pony, die diversen kleinen Kunststücke festzuhalten, welche die Besitzerin mit ihnen einstudiert hatte.

Los ging es mit den Zirkuslektionen des Haflingers. Gar nicht so einfach. Oft war die Besitzerin genau vor dem Pferd mit im Bild. Oft schaute das Pferd in die andere Richtung, d.h. er machte sein Kunststück mit dem Arsch in unsere Richtung. Und dann kam noch die Herausforderung dazu, im richtigen Moment abzudrücken.

Anschliessend ging es weiter. Einen anderen Haflinger (bereits ein älterer Herr) gemeinsam mit seiner Besitzerin abzulichten. Auch nicht so einfach. Zuerst mussten wir uns mal alle irgendwie finden, d.h. wir Fotographen mussten herausfinden, wie man mit dem Pferd am Besten umgeht, die Besitzerin musste Vertrauen zu uns gewinnen und etwas lockerer werden, und zu guter Letzt musste sich dann auch noch ihr Pferd dazu bringen, das zu tun, was von ihm erwartet wurde. Dabei sind aber glücklicherweise einige gute Porträtaufnahmen entstanden. Wovon ich hier allerdings keines veröffentliche.

Dann gab es eine kurze Pause für die Pferde, d.h. wilden Freilauf auf der Weide, welchen wir natürlich auch ausnutzen. Das war dann schon einfach. Einfach raufhalfen, Serienaufnahme, und hoffen, dass dabei etwas rauskommt. Und nein: gezielt abdrücken geht da nicht mehr, weil die Pferde einfach zu schnell waren.

Zu guter letzt durfte dann noch ein süsser kleiner Pony-Hengst seine Kunststücke zeigen. Und ganz wichtig für alle nicht Reiter unter euch (bin früher mal geritten, deswegen weiss ich das…): Nicht jedes männliche Pferd ist ein Hengst. Hengste sind nur die nicht kastrierten. Die anderen nennt man Wallache. Zum Reiten werden meistens Wallache (oder natürlich Stuten) benutzt, da Hengste einfach etwas zu wild sind. Ja, auch Pferde können dieses Macho-Gehabe an den Tag legen, wenn sie fortpflanzungsfähig sind 😉

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6 Gedanken zu “Tierfotographie – oder wie man sich ganz schnell wieder wie ein Anfänger fühlt

  1. Ich gebe dir Recht: ich habe den Versuch der Tierfotografie mit Vögeln gemacht, ich dachte nicht, dass das sooo schwer ist. Immerhin weiß ich jetzt Tierfotos besser zu würdigen 😉
    Bild 124 gefällt mir super!

    • Ja, einer der Glückstreffer. Also, einer aus einer Reihe mit dem Serienauslöser. Tierfotos sind echt schwierig, aber trotzdem sehr interessant. Meine Verwandtschaft weiss die auch besser zu würdigen. Einige haben die besten noch zu sehen gekriegt, als ich sie noch aus den über 500 Originalen raussuchen musste, d.h. wildes durch die Bibliothek scrollen, um dann voller Stolz ein spezifisches Foto zu zeigen 😀

    • Ja, Tiere sind fast am schwierigsten. Habe das schon bei meiner schwarzen Katze gemerkt. Da muss auch noch das Licht stimmen, damit man nicht nur eine grosse schwarze Masse auf dem Foto sieht. Und dann eine Katze noch ins richtige Licht setzen… unmöglich. Da kann man nur warten, bis er von selber da ist. Und dann hoffen, dass er nicht beschliesst zu schlafen 😀 Rufen hilft manchmal, aber nicht immer, da ist er dann meistens zu nahe an der Kamera.

  2. Pingback: Suchbegriffe – Jetzt auch mal bei mir | 12 Monate, die vielleicht mein Leben verändern

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