Weniger als 10 Stunden arbeiten ist wirklich schwer

Kennt ihr das: So Tage, an denen ihr einen Arbeitskollegen einfach nur auf den Mond schiessen wollt? Dienstag war so ein Tag. Und ich will jetzt gar nicht genauer darauf eingehen, warum. Man weiss ja nie, wer so mitliest. Aber ich bin jetzt noch wütend. Weil bei dem einen ist das auch nicht das erste Mal. Und es dauert immer länger, bis diese Wut wieder verschwindet.

Aus genau diesem Grunde habe ich am Dienstag auch schon zum ersten Mal meinen Vorsatz für August gebrochen. Und tatsächlich länger als 10 Stunden gearbeitet. Gut, es waren nur 5 Minuten. Aber es waren trotzdem mehr als 10 Stunden. War dann am Abend auch wieder entsprechend am Ende, und nicht mal mehr Joggen oder so irgendwas. Verfalle also langsam wieder in mein altes Muster.

Dafür hat es gestern und heute mit dem rechtzeitig Feierabend machen geklappt. Und Joggen wurde auch gleich gestern nachgeholt.

Bin aber trotzdem froh, wenn diese Woche um ist, und einer der beiden anderen Lead-Developer wieder zurück ist. Alleine im Büro ist es halt doch fad. Immerhin erhalte ich viel „Besuch“ von den anderen, weil ich ja alle vertrete. Aber auf Dauer ist das nichts.

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17 Gedanken zu “Weniger als 10 Stunden arbeiten ist wirklich schwer

  1. Wow, ich koennte das gar nicht mehr so lange zu arbeiten. Hatte damals in London 14 Stunden Tage geschoben, gehoert dort leider zum guten Ton. Aber in meinem letzten Job war ich puenktlich nach 8 Stunden aus dem Buero. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es einem leider sowieso nicht gedankt wird wenn man laenger macht 😦

    • Ja, das ist so. Mit dem Danken. Habe sogar schon auf ein langes Wochenende verzichtet. Nicht mal das wurde mir gedankt. Wenn ich dann mal darauf hinweise, dass ich mehr leiste als andere, heisst es nur „Es zwingt dich ja keiner.“

      • Ich hasse diesen Spruch, leider kommt er sehr oft. Noch besser ist es wenn die Firma weiss dass sie zuwenig Leute beschaeftigt und dir dann aber noch sagt dass du vllt nicht effizient genug arbeitest und fragt wo sie dir „helfen“ koennen. Sowas ist dann sehr erniedrigend. Die Hauptsache ist dass man dennoch gerne auf die Arbeit geht und Spass hat. Wenn das nicht mehr so ist, sollte man sich woanders umschauen. Hat auch den Vorteil dass der Chef einen endlich zu schaetzen weiss – wenn man dann weg ist! 😉

      • Habe ich schon einmal gemacht 😉 Momentan gefällt es mir aber (noch) gut. Langfristig kann es aber nicht so weitergehen. Meine Effizienz wird zum Glück gelobt. Viel schlimmer empfinde ich die Sprüche von wegen: Ich und Single. Und ich und bald zu alt für Kinder. Da müsste man sich vorher schon überlegen, ob man vielleicht jemanden damit wirklich verletzt.

      • Wenn meine Kollegen aus der Musikabteilung neben ihrer (mindestens) 40-Stunden-Woche am Wochenende noch mal ranmüssen – Shootings, Konzerte etc. – und dann darauf bestehen, dass auch das Arbeitszeit ist, folgt vor dem „Es zwingt sie ja keiner“ noch ein „Wieso? Das macht doch Spaß! Ich wünschte, ich müsste mal nicht den administrativen Kram machen, sondern könnte die Künstler direkt betreuen …“. Das ist beinahe noch schlimmer.

  2. Ich weiß nicht. Ich dachte auch lange Zeit, ich sei unabkömmlich. Schließlich gab es gerade auf dem einen Gebiet keine Vertretung für mich. Das endete im Krankenhaus. 7 Monate fiel ich aus. Und es ging auch ohne mich. Ich musste auch keine Katastrophen gebiete aufräumen, als ich wieder kam. Eine heilsame Erfahrung. Leider zu spät. Zwar achte ich jetzt mehr auf mich und meine Gesundheit, aber der Schaden ist schon angerichtet, nicht mehr heilbar, sondern nur noch zu lindern

    • Bin ich froh, dass bei mir rechtzeitig der Urlaub kam. Und damit eine Kehrtwendung. Unabkömmlich bin ich nicht. Das ist mir bewusst. Allerdings kann mich auch nicht einfach jeder vertreten. Dazu fehlt einigen im Team das wissen, und diese Woche sind eben alle, die mich vertreten könnten, im Urlaub. Aber jetzt ist es ja vorbei. Glücklicherweise. Am Montag ist dann einer wieder zurück.
      Wenn man von einem Burn-Out Langzeitschäden davonträgt ist das ja echt doof. 7 Monate ausfallen ist ja schon genug. Und dass es danach nicht weitergeht wie vorher, ist auch klar. Ich kann nur hoffen, dass es bei mir nie so weit sein wird. Deswegen ja auch diesen Blog, da habe ich andere Ziele, als nur die Arbeit.

      • Burn Out wars nicht, jedenfalls im klassischen Sinne. Mein Körper machte mir die Überarbeit über die Wirbelsäule klar. Bei Rückenschmerzen dauerts ja ne Weile, ehe man kapiert, dass das psychosomatisch ist

  3. Oh ja, das kenne ich gut! Meine Woche war ähnlich beknackt und heute habe ich das Gefühl, als wäre mein Hirn Brei 😉 Im Moment ist das so die Grenze, aber ab und an muss man dann auch mal „Nein“ sagen.
    Liebe Grüße, Emily

  4. Wenn ich arbeite, dann effektiv und schnell. Und ich kann Pausen machen, das habe ich schon früh gelernt. 10 Stunden arbeiten? Nicht mit mir. Selbst als ich noch Angestellte war, habe ich das nie gemacht. Und nun als Selbstständige teile ich mir meinen Tag ganz anders ein. Da düse ich schon mal mit dem Z los aus Spaß, oder übe eine Kata. Am Ergebnis ändert das nichts.

    • Ist halt als Angestellte immer schwieriger. Da argumentieren sie dann auch oft mit „du wolltest ja Verantwortung übernehmen.“, oder auch ganz beliebt „ich kann dir schon einen nine-to-five Job bieten, aber dann kriegst du halt auch entsprechend Aufgaben“. Und den ganzen Tag nur die langweiligen Sachen machen, will ich dann auch nicht 😦

      Und willkommen zurück vom Urlaub. Freue mich schon darauf, deinen nächsten Bericht zu lesen 🙂

      • Dankeschön! Teil 1 ist seit gestern online. Aber ich mag nicht mehr jeden Tag bloggen. Viele heiße Themen gehen dann unter. Na ja, mal schauen 🙂

      • Kann ich verstehen. Jeden Tag zu bloggen ist ganz schön anstrengend. Man hat ja auch noch ein Leben ausserhalb der virtuellen Welt. Und das geht immer vor. Als Reisebloggerin können die Themen zum Glück auch warten. Steht ja eh alles im Tagebuch drin, und Fotos sind auf der Festplatte 😉

        Habe Teil 1 gelesen. Bin auf jeden Fall schon auf die Fortsetzung gespannt.

  5. Pingback: Rückblick 1. Woche August | 12 Monate, die vielleicht mein Leben verändern

  6. Hi
    Ja ein zehnstundenarbeitstag ist auch für mich nicht immer leicht einzuhalten, all zu oft werd zwölf daraus.
    Aber ein alter Mann ( es sind wohl immmer die alten mit den richtigen Weisheiten) sagte mir mal das jede Minute die man sich ärgert oder wütend ist, eine verlorenen Minute Lebenszeit ist. Auch wenn es schwer ist aber lange ärgern oder wütend sein tut Dir nicht gut.

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