Machu Picchu

Mein letzter Reisebericht war ja über den Inka-Trail. Und wie der aufmerksame Leser sicherlich mitgekriegt hat, ist das Ziel des Trails Machu Picchu. Und darüber möchte ich heute berichten.

Bereits auf dem Trail konnten wir am letzten Tag noch einen Blick auf Machu Picchu erhaschen. Dies war vom Sun Gate aus, wo man die ganze Anlage wunderbar überblicken kann. Auch Tagestouristen können hier hochwandern, allerdings wird es wohl ziemlich anstrengend sein. Jedenfalls gab es da oben nicht allzu viele Leute, weswegen wir da ca. 1 Stunde Pause machten, warteten, bis sich der Nebel komplett verzog, und einfach die Ruhe genossen. Die Ruhe vor dem Sturm. Nur war mir das damals leider nicht bewusst. Sonst hätte ich es noch mehr genossen…

Anschliessend ans Sun Gate gab es einen einstündigen Abstieg zu Machu Picchu. Theoretisch das Highlight der Reise, für mich aber leider nicht 😦 Versteht mich jetzt nicht falsch. Machu Picchu ist absolut sehenswert! Und die ganze Anlage war absolut eindrücklich. Mein Problem waren viel eher die anderen Touristen. Nun ist man 4 Tage lang am Wandern, hat seine Ruhe, kann auch mal einen Teil des Trails ganz alleine gehen, ohne irgendwelche andere Menschen zu sehen. Und dann kommt man in Machu Picchu an, wo sich täglich 2000 Touristen tummeln. Für mich war das zuerst mal ein Riesenschock. Und dann gleich zu Beginn der erste Ärger: Wir stellen uns brav an, um das berühmte Foto zu machen. Und dann drängelt sich doch eine spanische Touristengruppe einfach vor. Zum Glück haben unsere Guides deren ihr Guide gleich zurechtgewiesen und nach hinten verbannt. Boah, aber da war bei mir echt schon fast alles vorbei. Nix wie raus, war mein einziger Gedanke.

Der Wunsch wurde uns auch erfüllt. Zuerst ging es nochmals raus, weil die Klos nur draussen sind. Wir haben draussen eine wunderbare Pause gemacht, das erste Mal nach vier Tagen wieder ein richtiges Klo genossen, und ein völlig überteuertes Bier getrunken. Ja, vormittags. Aber das musste sein. Und so gut hat noch nie ein Bier geschmeckt.

Dabei haben wir auch festgestellt, dass wir alle diesen „Ui, andere Menschen“-Schock gekriegt haben. Immerhin ging es also nicht nur mir so.

Etwas erholt, ging es dann wieder rein, zwecks Besichtigung. Und so im erholten Zustand waren auch die Menschenmassen etwas erträglicher. So viele waren es ja gar nicht. Als normaler Tourist hätte ich es ja eigentlich als angenehm empfunden. Aber naja… Wenn man sich ans alleine sein gewöhnt hat.

Die Anlage selbst lässt sich gar nicht in Worte fassen. Ich jedenfalls fand es super interessant. Eine Besichtigung von Machu Picchu gehört zu einer Peru-Reise einfach dazu. Ich hatte ja auch die Befürchtung, dass es mich nach Mexiko langweilen könnte. Aber nichts da: Die Inkas haben ganz anders gebaut, als die Azteken und Mayas. Und vor allem war es viel grösser. Aber seht selbst. Ich glaube, Bilder zeigen die Schönheit von Machu Picchu besser auf, als irgendwelche Worte.

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5 Gedanken zu “Machu Picchu

  1. Superschöne und beeindruckende Fotos. 🙂
    Den Menschenmassen-Schock kann ich Dir nachfühlen. Nach ein paar Tagen Einsamkeit, können so viele Menschen auf einmal sehr anstrengend und nervenaufreibend sein.

    • Oh ja. Das war es. Mit den Wolken war natürlich Glück. Manchmal hat man nur Sonne, manchmal auch nur Nebel. Aber die Wolken geben dem Bild genau die richtige Stimmung.

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