Inka-Trail

Der Inka-Trail. Für mich das Highlight meiner Peru-Reise. Und auch der Grund, warum ich bereits über ein halbes Jahr im Voraus die Reise geplant und gebucht habe. Auf dem Inka-Trail dürfen täglich nur 500 Leute losmarschieren, wovon ca. 300 Porter und Guides sind, bleiben also nur 200 Plätze für die Touristen übrig. D.h. man muss wirklich rechtzeitig planen.

Der Inka-Trail wurde dann auch tatsächlich zum Höhepunkt der Reise. Unsere Guides waren topmotiviert und konnten auch mit fundiertem Wissen über die ganzen Ruinen unterwegs glänzen. Ebenfalls sahen sie die kleinsten Orchideen am Wegesrand und wiesen uns darauf hin. Sie waren extrem bemüht darum, dass jeder von uns ein tolles Erlebnis hatte.

Die Porter waren auch extrem freundlich und zuvorkommend. Bei erreichen des Campingplatzes wurden wir jedesmal mit Applaus empfangen. Allerdings hat mich da einiges erschreckt. Nicht bei unseren, sondern bei anderen. Die waren teilweise leider wirklich in absolut miserabler Ausrüstung unterwegs. Wir haben dann unsere Guides darauf angesprochen. Einige der Porter hätten nicht mal einen Schlafsack (und das bei Minusgraden nachts). Für mein Gewissen aber, hatte ich zum Glück bei einer Gesellschaft gebucht, welche die Porter komplett mit Kleidung ausstattet, und auch jedem von ihnen einen Schlafsack zur Verfügung stellt. So ausgestattet waren die unsrigen dann auch leicht erkennbar 😉 Trugen ja alle das gleiche Outfit.

Die Campingplätze waren dafür so naja… Also, die Zelte etc. waren natürlich spitze. Aber die öffentlichen Klos dort… Ich sage dazu nur: Der Busch war besser.

Die Temperaturen waren auch überraschend angenehm. Ich habe ja extra im Juni gebucht, weil Trockenzeit, dafür aber Winter. Ich dachte mir allerdings, lieber 0 Grad und trocken, als 6 Grad und nass. Tagsüber hatten wir aber bis zu 25 Grad bei Sonnenschein. Nachts wurde es durchaus kalt. Allerdings waren die gemieteten Schlafsäcke wirklich sehr warm und in Kombination mit Thermo-Unterwäsche habe ich nie gefroren.

Der Weg selber: Hierzu möchte ich nicht allzu viel sagen. Schaut euch einfach die Bilder an. Es lässt sich auch sehr schwierig beschreiben, was man unterwegs so fühlt und erlebt. Für mich war es jedenfalls so, dass ich wieder etwas besser zu mir gefunden habe, und ruhiger wurde. Und mich komplett von meinem „Fast-Burn-Out“ vor dem Urlaub erholt habe.

Vielleicht fragt sich jetzt der eine oder andere noch: Wie fit muss man sein? Ich kann euch beruhigen. Nicht allzu sehr. Allerdings sollte man auf keinen Fall untrainiert an die Sache ran. Wir hatten leider eine ältere Frau mit dabei, die in ihrem ganzen Leben noch nie wandern war. Und auch sonst keinen Sport gemacht hatte. Zu unserem Glück hatten wir aber 3 Guides, einer ging dann mit ihr, und die anderen beiden mit uns, damit wir nicht zu lange warten mussten. Ich war als Vorbereitung auf den Trail regelmässig joggen (habe hier aber keine Höchstleistungen vollbracht – halbe Stunde und gemütlich) und bin zur Arbeit geradelt. Für mich hat das ausgereicht. Allerdings bin ich mir von der Schweiz und dem Wandern dort die Höhen schon etwas gewohnt. Die anderen hatten mehr Mühe mit der Höhe.

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5 Gedanken zu “Inka-Trail

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