Blogparade: Reiseplanung: Mit oder ohne Reiseführer?

Ulrike vom Bambooblog hat gestern zur Blog-Parade aufgerufen. Und da ich oft reise, und immer mit Reiseführer, mache ich da doch gleich mit.

Dann beantworte ich doch zuerst mal ihre Fragen:

Schafft Ihr Euch noch Reiseführer in Buchform an? Oder als eBook?
Buchform. „Normale“ Bücher kaufe ich als eBook. Aber Reiseführer immer als Buch. Da muss man hin- und her blättern können, und ich muss auch die Möglichkeit haben, mal was reinzuschreiben. Oder irgendwas auf einem Stadtplan da drin zu markieren. Seiten mit Eselsohren versehen… Definitiv Buch. Was anderes käme hier für mich NIE!!! in Frage.

Informiert Ihr Euch auch oder ausschließlich im Internet?
Auch über Internet. Da ich mir immer den Lonely Planet habe, und der erfahrungsgemäss sehr wenig Bilder enthält, google ich ganz gerne Bilder meiner Reiseziele. Das kann ich sogar stundenlang tun. Ebenfalls lese ich gerne in Reiseblogs Berichte über das jeweilige Land. Und bevor ich mich für ein Land entscheide, und den Reiseführer bestelle, schaue ich mir auf dem Internet immer das Klima und das Wetter des Landes an. Denn bevor ich den Reiseführer kaufe, entscheide ich mich jeweils für ein Ziel, und wann es dahingehen soll, damit ich den Urlaub mal beantragen kann. Kann da leider nicht sicher sein, dass ich den immer so bewilligt kriege, wie ich es gerne hätte.

Was muss ein guter Reiseführer Eurer Meinung nach unbedingt enthalten?
Einen Abschnitt über die Geschichte des Landes, Kultur, eine Bilder. Dann einen Teil mit den wichtigen Informationen (Währung, Visa, Öffentliche Verkehrsmittel, Sicherheittipps, evtl. speziell nochmals für Frauen, …). Und natürlich Beschreibungen der „Sehenswürdigkeiten“. Am liebsten nach Regionen gegliedert. Im Prinzip all das, was der Lonely Planet enthält, plus etwas mehr Bilder, als dieser es tut.

Gibt es ein Erlebnis, in dem Euer Reiseführer (also das Buch, nicht der Mensch 😉 ) eine Rolle spielte? Erzählt davon!
Ja, gibt es. Es ist aber nicht so, dass mich der Inhalt des Reiseführers irgendwohin geführt hat oder so was. Nein, eher so, dass das Lesen im Reiseführer mir geholfen hat, mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Und zwar gleich zwei Mal. Beide Male im Flugzeug.
Das erste Mal war im Flugzeug von Zürich nach Malaga. Neben mir sass eine spanische Austauschstudentin auf dem Weg in ihre Heimat. Wo ich zu lesen begann, hat sie nur kurz rüber geschaut. Danach kam die Stewardess, und irgendwie bestellten wir beide Wein. Kurz angestossen, und da hat sie mich direkt auf die (dank Reiseführer) offensichtliche Tatsache angesprochen, dass ich Touristin bin. Ich hatte dann einen sehr netten Flug und war mit vielen guten Tipps über die Region Malaga ausgestattet.
Das zweite Mal war ebenfalls im Flieger. Dieses Mal nach China, und neben mir sass ein Deutscher, der beruflich oft in Shanghai war/ist. Auch dieses mal war er beruflich unterwegs. Ins Gespräch kamen wir, weil ich meinen Lonely Planet auf Seite 1 aufschlug, und zu lesen begann. „Da haben sie aber noch viel vor sich“. Ich da drauf: „Ja, und ich werde es nicht schaffen.“ Auch dieses Mal kam ich dann mit vielen guten Tipps ausgestattet an (beim Reiseführer war ich allerdings immer noch auf Seite 1).

Generell kann ich sagen, dass ich nie auf einen Reiseführer verzichten würde. Bei grösseren Reisen immer Lonely Planet. Also, nicht immer. Ich habe die gängigen Reihen alle durchprobiert. Aber mit keinem war ich so zufrieden wie mit dem Lonely Planet, so dass es nun immer dieser wird. Bei Städtetripps allerdings lieber etwas kleineres und leichteres. Da gehe ich meistens in die Buchhandlung zum Stöbern.

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Marostica

Am Nachmittag meines ersten Tages in Italien zeigte sich nach einem Vormittag mit starken Regenschauern dann doch noch kurz die Sonne. Dies war für uns Grund genug, nochmals das sichere und trockene Ferienhaus zu verlassen und Marostica zu besichtigen.

Marostica ist gemäss meiner Taufpatin vor allem für das lebende Schachspiel bekannt. Einmal im Jahr gibt es dort ein Schachspiel mit lebenden Figuren. Das Schachbrett ist auch entsprechend gross. In dem einen Stadttor hingen auch Fotos davon. Der König und die Königin haben jeweils zwei Schleppenträger bei sich, und das Pferd ist wirklich ein Pferd, also, ein echtes. Ebenfalls sind die „Spieler“ entsprechend kostümiert. Wer sich mehr dafür interessiert, kann darüber was auf Wikipedia nachlesen.

Wir selber waren allerdings einfach so die Stadt besichtigen. Der alte Stadtkern ist von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben. Die Stadtmauer umgibt allerdings nicht nur den Stadtkern selbst, sondern geht hoch bis zu einer Burg, welche auf dem benachbarten Hügel steht. Von der Burg ist heute allerdings nur noch eine Ruine übrig.

Da die Stadt selber allerdings sehr klein ist, hat man sie entsprechend schnell besichtigt. Für mich haben 1.5h völlig ausgereicht. Wer es gerne etwas gemütlicher nimmt, oder Museen mag, kann sich aber bestimmt auch länger gut beschäftigen. Am Hauptplatz hätte es jedenfalls viele nette Kaffees gehabt. Allerdings sah es trotz kurzzeitigem Sonnenschein immer so aus, als ob es sofort wieder regnen könnte, weswegen wir keinen Kaffee trinken gingen.

Bassano del Grappa

Dieses Wochenende war ich in Norditalien. Genauer gesagt, in Campolongo sul Brenta. Dort hat der Freund meiner Taufpatin ein Ferienhaus, d.h. er ist sogar dort aufgewachsen, und hat das Haus seiner Grosstante geerbt und gemeinsam mit seiner Schwester und seinem Papa zum Ferienhaus ausgebaut. Da meine Taufpatin und er zur Zeit dort in Urlaub sind, nach ich dies zum Anlass, ein langes Wochenende bei ihnen in Norditalien zu verbringen.

Zu Campolongo selber gibt es nicht viel zu erzählen. Vor meiner Reise habe ich immer allen erzählt, dass ich ins „Kaff in Norditalien“ fahre. Und genau das ist Campolongo auch. Allerdings ein hübsches Kaff. Aus meinem Reisetagebuch hierzu:

Das „Kaff“ ist allerdings ganz hübsch gelegen. In einem kleinem Tal am Fluss, der Brenda. Der Dorfkern besteht aus einer hübschen kleinen Kirche mit zwei Türmen und Glockenspiel – dieses hört man jeweils um 7 Uhr und 19 Uhr. Da das Ferienhaus nah bei der Kirche ist, werde ich morgen früh auch davon geweckt werden. Neben der Kirche besteht der Dorfkern noch aus hübschen alten Häusern. Alle schön renoviert und gepflegt. Glücklicherweise aber, ohne den alten Charme dabei zu zerstören.

Da in dem „Kaff“ selber nicht allzu viel zu sehen war, ging es also am Samstag nach Bassano del Grappa. Dies ist die nächste grosse Stadt, und am Samstag ist da jeweils Markt. Und genau da wollten wir auch hin, damit ich einige gute italienische Spezialität einkaufen konnte.

Nach dem Frühstück ging es direkt nach Bassano del Grappa. Eigentlich mit dem Ziel, auf den Markt zu gehen und ein paar italienische Spezialitäten einzukaufen. Inzwischen wurde allerdings aus dem Tröpfeln beim Joggen ein ein starker Regenschauer und vom Markt war nicht mehr viel übrig. Die sind wohl alle ins Trockene geflohen.
Bassano ist eigentlich eine sehr hübsche Stadt. Ähnlich wie das Kaff, nur in gross. Deswegen habe ich trotzdem versuch, ein paar Bilder zu machen. Allerdings ist das gar nicht so einfach. Man will ja kein Wasser auf der Linse und gleichzeitig keinen Regenschirm im Bild.

Einige der Fotos von meinem Versuch findet ihr übrigens unten in der Galerie. So tragisch war es also nicht 🙂

Aufgrund des starken Regens, wurde dann das Programm geändert, und wir wärmten uns zuerst bei einem feinen Cappuccino (es war noch am Vormittag – somit also in Ordnung) auf, und gingen danach in diverse Museen:

Mangels Alternativen ging es dann ins Alpine Museum. Dieses befindet sich im Keller eines Kaffees. Dort gab es dann zum Aufwärmen zuerst mal einen Cappuccino und danach ging es für 1 Euro Eintritt ab in den Keller. Für diesen Euro gab es auch noch einen Audio-Guide. Allerdings nur auf Italienisch. Auch die Beschriftungen waren italienisch. Ganz selten, so zwischendurch ml, war etwas auf Deutsch oder Englisch beschriftet. Ich hatte ja zum Glück meine persönlichen Übersetzer dabei, war also alles kein Problem. Das Museum entpuppte sich dann allerdings eher als Kriegsmuseum. Hauptsächlich ging es dabei um die beiden Weltkriege, bezogen auf die alpine Grenze zwischen Italien und Österreich. Vor allem bezogen auf die Grenze nahe der Region. Alles in allem aber trotzdem sehr spannend. Und es war vor allem trocken.

„Die“ Sehenswürdigkeit der Stadt ist eine Holzbrücke, welche über den Fluss führt:

Direkt neben dem Museum befindet sich die alte Holzbrücke über den Fluss. Diese hat mich allerdings nicht so beeindruckt. Wenn man in Luzern aufgewachsen ist, ist man bezüglich Holzbrücken wohl einfach etwas verwöhnt. Allerdings sind sie in Bassano sehr stolz auf die Brücke. Ebenfalls war sie rundherum mit der italienischen Flagge dekoriert.

Über diese Holzbrücke gingen wir dann noch in ein zweites Museum:

Über besagte Holzbrücke ging es dann zum zweiten Museum. Dem Grappa-Museum. Eintritt frei. Dafür war der Shop aber etwa gleich gross, wie das Museum selber :D.

Danach war es dann aber schon bald Mittag. Deswegen Zeit für einen Aperitif. Hier wurde mir angekündigt, dass wir in eine typisch italienische Bar gehen, wo sich nur Einheimische befinden. So war es dann auch. Bestellt wurde auch gleich für mich:

Nach dem Grappa-Museum war dann aber erst mal der gemütliche Teil angesagt. Aperitif. Hierzu ging es in eine typisch italienische Bar, direkt neben der Holzbrücke. Drinnen sassen alle mit dem gleichen Getränk. Mezzo Mezzo. Keine Ahnung, was drin war, aber es war gut. Die Bar selber war sehr dunkel und sehr rustikal. Es sassen – ausser mir – auch nur Italiener drin. Ein Vorteil, wenn man mit Quasi-Einheimischen unterwegs ist. Ich war jedenfalls die einzige mit Kamera. Von der Bar hatte man durchs Fenster durch auch noch mal einen tollen Blick auf die Brücke. Ich also: Fenster auf, und aus der sicheren und trockenen Bar gleich nochmals Fotos gemacht.

Auf dem nach Hause weg, fanden wir dann sogar nochmals einige Marktstände. Ich konnte also immerhin noch italienischen Käse kaufen 🙂

Da es dann am Nachmittag aufhörte zu regnen, wagten wir uns nochmals nach Bassano. Allerdings war am Nachmittag die Stadt dann so voll mit Touristen, dass wieder nix mit Fotografieren war. Für mich waren die Regenfotos jedenfalls die bessere Alternative.

 

Nieder mit Günther!!!

Ja, ich habe es geschafft. Ich habe den Günther im Kurzurlaub tatsächlich besiegt, und das gleich zwei Mal!

Nachdem am Donnerstag Abend mein Sportstand erst bei 2 Stunden und 40 Minuten war, habe ich am Freitag, nach Ankunft, meiner Taufpatin gleich erzählt, dass ich dann am Samstag früh aufstehe, um noch Laufen zu gehen. Ihr Freund war dann so nett, und hat mir auch noch gezeigt, wo ich so laufen gehen könnte. Mit diesem Wissen ausgestattet, ging es dann am Samstag auch ohne Probleme los, 50 Minuten Joggen und anschliessend 5 Minuten Stretching. Macht also für letzte Woche insgesamt 3 Stunden und 35 Minuten. Ziel somit erfüllt, wenn auch knapp.

Gestern in der früh, habe ich dann gleich noch nachgedoppelt. Auch diese Woche ist ja noch Juli. Deswegen gleich wieder früh aufstehen, und Joggen gehen. Insgesamt 45 Minuten, plus 5 Minuten Stretching. Ist zwar ein schwacher Wochenstart. Aber für Urlaub eigentlich ganz ok. Wenn es morgen das Wetter zulässt, werde ich ja auch wieder brav zur Arbeit radeln, und dann wird das schon.

Mein Kurzurlaub war dafür voll schön. Habe einiges aus Norditalien zu berichten. Die Reiseberichte folgen aber etwas später, zuerst müssen die vielen Fotos noch nachbearbeitet werden.

Schokolade!!!

Wieder ein Bild zum Thema Food Photography.

IMG_4828Der Bereich fasziniert mich momentan einfach. Und man hat die Dinger so praktisch zu Hause, und kann üben.

Und jetzt kriege ich gleich auch wieder richtig Lust auf Schokolade. Die war aber vom Wochenende. Ist also schon weg. Und auch gut so für den Günther. Den habe ich heute übrigens brav überwunden, und bin zur Arbeit geradelt (allerdings ist er hierbei ein schwacher Gegner). Fazit für die Woche ist somit: 2 Stunden und 40 Minuten.

So, nach dem kleinen Exkurs aber nun wieder zum Bildchen. Dieses Mal habe ich mir richtig etwas überlegt und mir Mühe gegeben. D.h. ich habe die Schokolade extra in Stücke zerbrochen, weil es eine mit Haselnüssen drin war, und dann schön arrangiert, damit man auch sieht, dass was in der Schokolade mit drin ist. Übrigens meine Lieblingssorte. So einfach bin ich also gestrickt.

Aufgenommen wurde das Bild bei natürlichem Licht mit meiner Canon EOS 450D und meinem Tamron 18-270mm F/3.5-6.3 Reiseobjektiv. Brennweite bei 200mm, weil man damit so eine schöne Unschärfe in der Tiefe kriegen kann. Belichtungszeit 1/20s (hatte die Kamera auf dem Stativ montiert).

Von mir gibt es jetzt erst mal die nächsten 4-5 Tage nichts. Bin für ein langes Wochenende in Norditalien. In einem Ferienhaus, d.h. kein Internet. Werde aber fleissig Fotos machen und Reisetagebuch führen.

Schon wieder Günther

Ja, er plagt mich immer noch (siehe auch Montag). So ein Schweinehund. Aber wirklich! Nachdem es gestern geregnet hat (also nichts Fahrradfahren – und nach dem Joggen gönne ich mir normalerweise einen Tag Pause) und ich dann noch dem feinen Brownie-Eis von Ben & Jerry’s verfiel, folgte heute schon wieder ein Tag, wo ich mit dem Auto zur Arbeit fuhr. Warum? Es ist doch eigentlich schönes Wetter… Ja, ist es. Und ich wäre auch mit dem Fahrrad gefahren. Wirklich. Allerdings wurde heute unsere Tiefgarage gereinigt, und wir mussten unsere Autos rausstellen (nur gibt es draussen keine Parkplätze). Deswegen: Mit dem Auto zur Arbeit, Auto steht auf Firmenparkplatz, und gut ist.

D.h. pünktlich mit Feierabend war meine Sportbilanz für diese Woche immer noch bei einer mickrigen Stunde. Und anstatt mich deswegen topmotiviert aufzuraffen, und gleich loszugehen, lege ich mich mal auf¨s Sofa – „Eigentlich könnte ich ja auch morgen joggen gehen. Wenn ich um 16 Uhr Feierabend mache, dann geht sich das locker aus, mit Joggen, Koffer packen und Geschenk für meine Taufpatin einkaufen.“. Naja, kleiner Haken: Dass ich um 16 Uhr gehen kann, ist nicht immer der Fall. Wollte ich heute ja auch, es wurde dann 17 Uhr… Und dann folgt gleich der zweite Haken. Ich kenne mich ja gut genug. Morgen würde ich mir dann denken: „Ach, jetzt war ich schon Geschenk kaufen, und ich muss noch packen. Da ist Joggen nun wirklich zu viel Stress.“ 

Also habe ich mich dann wieder aufgerafft, gegen den Günther angekämpft, und los ging es. Wieder Intervall-Training. D.h. Einlaufen, dann 9×2 Minuten schnell, dazwischen 1 Minute langsam, dann Auslaufen. Und bei jedem Intervall wurde der Günther stärker und stärker. Und ich musste jedesmal mehr und mehr kämpfen, um ihn noch zu besiegen. Es war ja auch so, dass ich in der Pause dazwischen ab dem vierten oder fünften Intervall auch meinen Puls nicht mehr so weit runtergekriegt habe, wie ich wollte (und nein, langsamer joggen ging nicht mehr, als ich es getan habe). Dann musste ich mich bei einem jeweils bereits hohen Puls wieder aufraffen, nochmals 2 Minuten Vollgas zu geben.

Aber: Ich habe es geschafft! Ach bin ich stolz auf mich. Mit dem Training von heute wäre ich dann insgesamt bei 1 Stunde und 55 Minuten Sport. Also völlig on Track für mein Wochenziel.

Folgt nun aber gleich das nächste ABER: Am Freitag fahre ich direkt nach der Arbeit in den Kurzurlaub. Und ich kenne mich: Sobald ich weg bin von zu Hause, wird der Günther stärker. Den könnte ich nur schwächen, wenn ich zu meinen Eltern fahren würde (da ist nämlich meine geliebte alte Jogging-Strecke). Aber am Freitag fahre ich nach Norditalien ins Ferienhaus meiner Tante. Da war ich noch nie. Da kenne ich keine Jogging-Strecke. Und da wird der Günther dann so richtig stark sein. Aber ich werde mein Bestes geben.

Werde euch dann bezüglich meinem Wochenziel auch erst wieder am nächsten Dienstag informieren. Im Ferienhaus gibt es nämlich kein Internet. Bin also für ein langes Wochenende offline. 

Reisetagebuch wird aber geführt, und danach über Norditalien informiert 🙂

Machu Picchu

Mein letzter Reisebericht war ja über den Inka-Trail. Und wie der aufmerksame Leser sicherlich mitgekriegt hat, ist das Ziel des Trails Machu Picchu. Und darüber möchte ich heute berichten.

Bereits auf dem Trail konnten wir am letzten Tag noch einen Blick auf Machu Picchu erhaschen. Dies war vom Sun Gate aus, wo man die ganze Anlage wunderbar überblicken kann. Auch Tagestouristen können hier hochwandern, allerdings wird es wohl ziemlich anstrengend sein. Jedenfalls gab es da oben nicht allzu viele Leute, weswegen wir da ca. 1 Stunde Pause machten, warteten, bis sich der Nebel komplett verzog, und einfach die Ruhe genossen. Die Ruhe vor dem Sturm. Nur war mir das damals leider nicht bewusst. Sonst hätte ich es noch mehr genossen…

Anschliessend ans Sun Gate gab es einen einstündigen Abstieg zu Machu Picchu. Theoretisch das Highlight der Reise, für mich aber leider nicht 😦 Versteht mich jetzt nicht falsch. Machu Picchu ist absolut sehenswert! Und die ganze Anlage war absolut eindrücklich. Mein Problem waren viel eher die anderen Touristen. Nun ist man 4 Tage lang am Wandern, hat seine Ruhe, kann auch mal einen Teil des Trails ganz alleine gehen, ohne irgendwelche andere Menschen zu sehen. Und dann kommt man in Machu Picchu an, wo sich täglich 2000 Touristen tummeln. Für mich war das zuerst mal ein Riesenschock. Und dann gleich zu Beginn der erste Ärger: Wir stellen uns brav an, um das berühmte Foto zu machen. Und dann drängelt sich doch eine spanische Touristengruppe einfach vor. Zum Glück haben unsere Guides deren ihr Guide gleich zurechtgewiesen und nach hinten verbannt. Boah, aber da war bei mir echt schon fast alles vorbei. Nix wie raus, war mein einziger Gedanke.

Der Wunsch wurde uns auch erfüllt. Zuerst ging es nochmals raus, weil die Klos nur draussen sind. Wir haben draussen eine wunderbare Pause gemacht, das erste Mal nach vier Tagen wieder ein richtiges Klo genossen, und ein völlig überteuertes Bier getrunken. Ja, vormittags. Aber das musste sein. Und so gut hat noch nie ein Bier geschmeckt.

Dabei haben wir auch festgestellt, dass wir alle diesen „Ui, andere Menschen“-Schock gekriegt haben. Immerhin ging es also nicht nur mir so.

Etwas erholt, ging es dann wieder rein, zwecks Besichtigung. Und so im erholten Zustand waren auch die Menschenmassen etwas erträglicher. So viele waren es ja gar nicht. Als normaler Tourist hätte ich es ja eigentlich als angenehm empfunden. Aber naja… Wenn man sich ans alleine sein gewöhnt hat.

Die Anlage selbst lässt sich gar nicht in Worte fassen. Ich jedenfalls fand es super interessant. Eine Besichtigung von Machu Picchu gehört zu einer Peru-Reise einfach dazu. Ich hatte ja auch die Befürchtung, dass es mich nach Mexiko langweilen könnte. Aber nichts da: Die Inkas haben ganz anders gebaut, als die Azteken und Mayas. Und vor allem war es viel grösser. Aber seht selbst. Ich glaube, Bilder zeigen die Schönheit von Machu Picchu besser auf, als irgendwelche Worte.

Ich gegen Günther

meinen inneren Schweinehund. Ja genau. Heute war der erste Tag, wo ich mich überwinden musste, etwas zu tun.

Begonnen hat es schon mal damit, dass ich noch Cupcakes übrig hatte. Viele. Und deswegen beschloss, die mit ins Büro zu nehmen. Die lieben Kollegen freuen sich darüber immer. Nur hätte ich bei einem Transport auf dem Fahrrad die Dinger völlig zerstört. Also bin ich ganz faul mit dem Auto zur Arbeit.

Weiter ging es dann damit, dass ich seit heute früh irgendwie wieder Probleme mit meinem Magen zu haben scheine. Den ganzen Tag stosst es mir so sauer auf. Eklig. Und da soll man dann Sport machen gehen?

Dann hielt ich mir aber vor Augen, wie viele Cupcakes ich gegessen habe, und konnte mich mit Mühe und Not aufraffen. Allerdings hätte ich liebend gerne nach 15 Minuten bereits aufgegeben und mich umgedreht. Das war jetzt aber eher der Kopf. Körperlich ging es mir nämlich gut. Vom sauren Aufstossen habe ich kaum noch was bemerkt (ok, so alle 5 Minuten mal…), der Puls und das Tempo waren auch wie immer. Also kein Grund, irgendwie früher aufzuhören. 

Ich hielt dann durch, und dachte mir die ganze Zeit: „zu Hause reicht dann aber etwas Stretching vollkommen aus.“ Aber. Ich kann stolz verkünden: Ich habe den Günther noch ein zweites Mal besiegt. Und nach meinen üblichen 50 Minuten Laufen tatsächlich nochmals 10 Minuten Krafttraining eingelegt. Bin ja so stolz auf mich. Und musste auch sein, ich befürchte nämlich, dass es morgen regnen wird, und deswegen das Fahrrad wieder stehen bleibt.

Fazit von Heute: Insgesamt 1 Stunde und 5 Minuten. Also doch schon ein Drittel geschafft.

Trotzdem wird diese Woche schwierig. Wetter schlecht. Und am Wochenende bin ich auf Kurzurlaub in Italien. Werde aber auf jeden Fall meine Laufschuhe einpacken. Nur ist der Günther in Italien garantiert stärker als zu Hause. Ich wappne mich also für einen schwierigen Kampf.

Cupcakes

Heute habe ich mal gebacken. Oder besser gesagt, gestern. Heute nur noch verziert. Und deswegen hier gleich mein 2. Versuch in der Food Photography. Für Kritik bin ich offen. Kann ja nur dazulernen 🙂

Das Rezept für die Cupcakes habe ich aus einem tollen englischen Buch, welches mir meine Eltern vom Urlaub in Cornwall mitgebracht habe. Hier das Rezept:

Für die Cupcakes benötigt ihr:

100g gerieben Zucchini
200g Mehl
2 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Salz
100g gemahlene Mandeln
1 Ei
130g Zucker
160ml Schlagsahne
80ml vegetarisches Öl (ich habe Olivenöl genommen – ist das einzige, was zu Hause war ;))
100g Pinienkerne

Zubereitung:

  1. Mal vorausschauend den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Zucchini, Mehl, Backpulver, Salz und die Mandeln in einer Schüssel zusammenwischen.
  3. In einer anderen Schüssel die restlichen Zutaten zusammenmischen. 
  4. Den Inhalt der zweiten Schüssel in die erste geben, und gut mischen.
  5. Die Cupcake-Formen nun ca. 3/4 voll füllen.
  6. ca. 20-25 Minuten backen. Ich hatte sie ungefähr 22 Minuten drin.

Danach die Cupcakes schön auskühlen lassen (ich warte meistens bis zum nächsten Tag) und die Verzierung zubereiten.

Dafür benötigt ihr:

150g Staubzucker
120g Frischkäse (Philadelphia)
1 Eiweiss (steif geschlagen)
1 Prise Salz
1 Teelöffel Vanilleextrakt.
Pinienkerne zur Dekoration

Zubereitung:

  1. Das Eiweiss mit der Prise Salz steif schlagen.
  2. Den Frischkäse mit dem Handmixer etwas rühren, damit er schön weich wird.
  3. Die restlichen Zutaten zum Frischkäse geben, und gut durchmischen.
  4. Das steif geschlagene Eiweiss vorsichtig drunter ziehen.
  5. Nun das ganze in eine Spritztüte füllen (falls hier noch jemand Tips hat, wie man das ohne grosse Sauerei und ohne Hilfe einer zweiten Person hinkriegt – her damit!) und auf den Cupcakes verteilen.
  6. Mit den Pinienkernen noch etwas verzieren.
  7. Trocknen lassen.

Habe auch schon einen probiert. Sie schmecken himmlisch. Vom gesunden Zucchini merkt man gar nix. Je nach Geschmack schmeckt die Verzierung aber vielleicht zu sehr nach Vanille. Wer das nicht so mag, einfach weniger Vanileextrakt, oder vielleicht gar keines beigeben.

Und nein, ich mache jetzt keinen Food-Blog aus meinem Blog. Wollte nur das Rezept zum Foto bekannt geben, falls es jemanden interessiert.